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Die Grafen von Sponheim

Eine Zeitreise ins Mittelalter

Begeben Sie sich auf Spurensuche zu den original Schauplätzen einer untergegangenen Adelsfamilie - den Sponheimern. Ihr Gebiet reichte vom Nahetal über den Hunsrück bis in den Moselraum, überall sind hier Zeugnisse ihrer Macht zu finden. Die Anfänge der Sponheimer liegen im frühen 11. Jahrhundert. geografisch werden diese im heutigen Grenzraum zwischen Östereich und Ungarn verortet.  An der Nahe werden werden Sie Ende des 11. Jahrhunderts namentlich fassbar. Im 12. Jahrhundert wird die Burg Sponheim als Stammsitz errichtet. Zeitgleich stiften Sie das Kloster Sponheim, dessen Abt Trithemius im 15. Jahrhundert die Sponheimer Chronik verfässt.  

Schon im frühen 13. Jahrhundert kommt es zur ersten Teilung in die vordere und hintere Grafschaft Sponhein. In den Wappen zahlreicher Ortschaften im Naheland ist ein Schachbrettmuster wesentlicher Bestandteil. Hierbei läßt sich an Hand der heraldischen Farben im für die Sponheimer typischen Schachbrettmuster die Zugehörigkeit zu den Teilgrafschaften bestimmen. Die vordere Graftschaft Sponheim trug im Wappen ein blau- goldenes Schachbrettmuster, die hintere Graftschaft Sponheim hingegen ein rot-silbernes Muster. Die Sponheimer Grafen nahmen gemeinsam an der berühmten Romfahrt des Kaisers Heinrich VII. im 14. Jahrhundert teil. In der gleichnamigen Bilderhandschrift sind sie über ihre Wappen identifizierbar. Die Linie der vorderen Graftschaft Sponhein starb bereits im frühen 15. Jahrhundert aus. Sie und ihre hintere Schwestergrafschaft unterlagen im Laufe der Zeit vielen Erbteilungen. Auf den Besitzungen der Graftschaften Sponheim etablierten sich vorallem die Geschlechter der Wittelsbacher in zahlreichen Linien.   

Große Namen sind mit den Sponheimern verbunden: Jutta von Sponheim als Erzieherin der Heiligen Hildegard von Bingen,  Loretta von Sponheim, die dem mächtigen Erzbischof Balduin von Trier trotzte und Michel Mort, ein Kreuznacher Metzger, der bei der Schlacht von Sprendlingen sein Leben für Graf Johann I verlor.

Gehen Sie auf Spurensuche, beispielsweise bei einer Wanderung auf dem Sponheimer Weg.

Historisch bedeutende Personen im Adelsgeschlecht der Sponheimer:

Jutta von Sponheim (1092 – 1136)
Jutta von Sponheim entschied sich als Kind dazu ins Kloster zu gehen. Später wurde sie die  Vorsteherin der benediktinischen Frauenklause auf dem Disibodenberg. Dort wurde sie zur Lehrmeisterin der nur sechs Jahre jüngerern Hildegard von Bingen.

Loretta von Sponheim (1300 – 1346)
Gräfin Loretta war eine geborene Gräfin von Salm aus den Vogesen. Nachdem ihr wesentlich älterer Mann und ihr Schwiegervater verstorben waren regierte sie für ihren unmündigen Sohn die  hintere Grafschaft Sponheim ab 1324. Ihre Residenz war die uneinnehmbar geltende Starkenburg an der Mosel. In dieser Zeit hatte sie mit vielen Problemen, wie Missernten, Gebietskonflikte, Landflucht zu kämpfen. Auf Grund dieser Probleme geriet Gräfin Loretta in Konflikt mit dem mächtigen Balduin von Luxemburg, dem Bruder des früh verstorbenen Kaisers Heinrich VII. Er war als Erzbischof von Trier ein einflussreicher Territorialfürst. Als solcher versuchter er Einfluss im Birkenfelder Land zu erlangen, für das die Besitzregelungen zwischen seinem Erzbistum und der Grafschaft Sponheim unklar waren. Zudem begaben sich viele unfreie Untertan in die mit städtischen Freiheiten lockenden Städte im Bistum Trier. Vor diesem Hintergrund gelang es  Gräfin Loretta Balduin von Luxemburg in ihrer Festung festzusetzen, wodurch sie in der Lage war politische und finanzielle Forderungen zu stellen. Zunächst drohten ihr jedoch gesellschaftliche, politische und religiöse Konsequenzen. So drohte ihr die Exkommunikation. Gräfin Loretta konnte sich jedoch nach langen Verhandlungen ihre Forderungen durchsetzen. Später wurde ihr vom Papst Absolution, auch auf Intervention Balduins gewährt. In einem Schreiben an Johannes XXII sprach er von einem unglücklichen Missverständnis, welches zu ihrer Ächtung geführt habe. Nachdem ihr ältester Sohn Johann III, frischvermählt mit der Pfalzgräfin Mechthild, einer Nichte des Kaisers Ludwig des Bayern die Regenschaft 1331 übernahm, residierte Gräfin Loretta auf der Frauenburg bei Baumholder. Diese Burg hatte sie wohl aus Geldern der Balduinerpressung errichten lassen.
Tipp: Wanderung auf der Traumschleife "Gräfin Loretta"

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