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Franz von Sickingen, unbekannter Meister

Franz von Sickingen

Franz von Sickingen wurde am 2. März 1481 auf der Ebernburg über dem gleichnamigen Ort geboren. Heute wird er romantisch verklärt „der letzte Ritter“ genannt. 

Aus dieser Verklärung heraus und aufgrund seiner historisch belegten Freundschaft mit Götz von Berlichingen wurde er zur literarischen Gestalt im Drama „Götz von Berlichingen“ von Johann Wolfgang von Goethe. Erst nach dem Tod seiner Frau Hedwig von Flersheim beginnt er, über die Verwaltung seines Besitzes hinaus politisch zu agieren. Der Ritterstand verlor durch die Entwicklung moderner Kriegstechnik zunehmend politischen Einfluss, auch beim Kaiser.

Seine wirtschaftliche Situation verschlechtert sich zusehens, hinzu kommt die beginnende Wirkung der Reformation, die den weltlichen Besitz der geistlichen Ämter in Frage stellt. Franz von Sickingen wollte die Situation der Reichsritter verbessern, es gelang ihm aber nicht, gerade weil er den seit 1495 geltenden Landfrieden durch das althergebrachte Fehderecht brach. Der Habsburger Kaiser Maximilian ächtet den Ritter, der sich dann in den Dienst des französischen Königs Franz I. stellte und die Reichsstadt Metz für Frankreich eroberte. Maximilian I. zu stark geworden wurde er begnadigt.

Um 1519 lernt er den Verfechter der Reformation Ulrich von Hutten kennen, der ihm die Idee von der Reformation der Kirche „an Haupt und Gliedern“ vermittelt. Die Ebernburg wurde zurHerberge der Gerechtigkeit. Viele Reformatoren suchten um 1520 Schutz hinter den dicken Mauern der Burg. Franz von Sickingen gerät zunehmend in Konflikt mit den aufblühenden Städten und den immer selbstständiger werdenden Territorialfürsten. Er überschätzt seine Macht, als er an der Spitze der rheinisch- schwäbischen Ritterschaft versucht das Kurfürstentum und Erzbistum Trier zu säkularisieren.

Nach seiner gescheiterten Belagerung der Stadt Trier stellt ihn eine Allianz von Landesfürsten unter der Führung des Trierer Fürstbischofs Richard von Greiffenklau in der feste Nanstein bei Landstuhl in der Pfalz. Er wird beim Beschuss der Burg tödlich verwundet und stirbt am 7. Mai 1523.  

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