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Nahe.Urlaubsregion - Über 500 Jahr Edelsteinregion Idar-Oberstein

Zentrum der deutschen Edelstein- und Schmuckindustrie

Grundlage für die Entstehung dieses internationalen Edelstein­zentrums bildeten die Achatlagerstätten in der Saar-Nahe-Senke. Eine erste Nachricht ohne Angabe des Fundortes stammt aus dem Jahr 1375. Ein Jahr später erwarben die Herren von Oberstein den Raum um Freisen und Oberkirchen, wo sich später ein Schwerpunkt des Achatbergbaus bilden sollte.

Seit mehr als 500 Jahren, genau im Jahr 1497, wird berichtet, dass man zu Freisen "Chalcedon und andere Steine" fand. Aus dem gleichen Jahr stammt die erste Nachricht über die Abgabe des "dritten Zentners".

Zu dieser Zeit wurden bereits Achate in Freiburg, Venedig und Prag geschliffen. Um 1600 hatten die naheländischen Vorkommen einen solchen Ruf, dass der deutsche Kaiser Rudolf II. einen Stein­schneider in die Nahegegend entsandte, der einige Fässer mit Jaspis und Chalcedon mit nach Prag nahm.

Im 16. Jahrhundert wurden auch einige Achatschleifen in der Herr­schaft Oberstein erwähnt. 1774 zählte der kurpfälzische Geheim­sekretär Collini 26 Schleifen am Idarbach, einem Nebenfluss der Nahe. Zu dieser Zeit wurde der überwiegende Teil der heimischen Achat­förderung in der Region be- und verarbeitet. Durch Achatschleifer, Goldschmiede und Handelsleute gelangten Steine und auch Schmuck nach ganz Europa und Kleinasien.

Zufällig fanden Auswanderer aus Idar, die als Musikanten ihren Unterhalt in Brasilien bestritten, Achate. Die erste Sendung, als Ballast mit Segelschiffen befördert, traf 1834 in der Stadt ein. Von nun an nahm das Schleifereigewerbe einen bedeutenden Aufschwung. Mit der Einführung der Elektrizität konnte die Bearbei­tung unabhängig von der Wasserkraft eingerichtet werden, blieb aber in der Region, wo inzwischen Hunderte von Schleifern ihr Metier beherrschten. Rohsteinhändler entdeckten Vorkommen auf allen Kontinenten und sicherten durch die Lieferung immer neuer Edelsteine die Rohstoffbasis. Handelsleute besuchten die damals wichtigen Messen in Frankfurt, Leipzig und St. Petersburg.

Nach 1870/71 kamen Graveure mit neu erworbenen Kenntnissen in der Kunst des Edelsteingravierens aus Paris zurück. 1875 brachte ein aus Böhmen stammender Granatschleifer die Technik des Edelstein­schleifens, für meist härtere und transparente Steine, in die Region. 1886 wurde die erste Diamantschleiferei Deutschlands eingerichtet. Die Schmuckfertigung in Goldschmiedewerkstätten und größeren Fabrikationen nahm an Bedeutung zu.

Bis heute gibt es weltweit keinen vergleichbaren Platz, an dem sämt­liche Arten von Edelsteinen be- und verarbeitet werden. Alle Ausbil­dungsgänge rund um Edelsteine und Schmuck bis hin zur Fachhoch­schule werden angeboten. Diamant- und Edelsteinbörse, Fachmesse lNTERGEM, Forschungsinstitute, Deutsches Gemmologisches Ausbildungszentrum, das Deutsche

Edelsteinmuseum, Museum Idar-Oberstein und die Deutsche Edelsteinstraße vervollständigen das Bild. Internationale Designwettbewerbe für Edelsteine und Schmuck dokumentieren Kreativität und Fortschritt in einer einzigartigen und traditionsreichen Industrie.

Im weltberühmten Deutschen Edelsteinmuseum wird auf drei Stockwerken alles aus der Welt der Edelsteine präsentiert. Mit dem Deutschen Mineralienmuseum Idar-Oberstein, dem Industriedenkmal Bengel, der Historischen Weiherschleife, den Edelsteinminen im Steinkaulenberg, der Felsenkirche, der Burg Bosselstein und dem Schloss Oberstein sind nur einige der zahlreichen touristischen Attraktionen der Edelsteinstadt genannt.

Die Pressemitteilung als Word-Dokument steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen unter: Naheland-Touristik GmbH, Bahnhofstrasse 37, 55606 Kirn, Telefon +49 (0)6752/ 137610, Fax +49 (0)6752/ 137620, E-Mail: info@naheland.net, Internet: www.naheland.net und bei der Tourist-Information der Stadt Idar-Oberstein, Hauptstraße 419, D - 55743 Idar-Oberstein, Telefon +49 (0) 6781/ 5639-0, Fax +49 (0) 6781/  5639-10, E-Mail: touristinfo@idar-oberstein.de, Internet: www.idar-oberstein/tourist-info

Weitere Informationen für Medienvertreter: presse@naheland.net

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