Find us on Social Media

Burg Birkenfeld

Wittelsbacher von der Nahe

Die Ursprünge der bayrischen Könige an der Nahe

Das  weitverzweigte Adelsgeschlecht der Wittelsbacher geht in seinen  Anfängen bis in die Zeit um das Jahr 1000 zurück. Sie stammen von den Luitpoldinger ab, die sich auch Grafen von Scheyern nannten. Im Laufe ihrer langen Geschichte stellten sie Könige in Ungarn, Schweden, Dänemark, Norwegen und Griechenland. Dreimal hatten sie die Königswürde im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation inne. Zwei dieser Könige erlangten auch die Kaiserwürde. Kluge Hauspolitik und Hausträge, wie der Vertrag von Pavia regelten die Erbfolge und die Kurwürde, der im Laufe der Zeit weit verzweigten Linien des Adelgeschlechts.

Aus dem Haus Wittelsbach gingen jahrhundertelang zahlreiche Pfalzgrafen, Herzöge, Kurfürsten und letztlich die Könige  von Bayern hervor. 

Die Wenigsten aber wissen, das die gegenwärtig noch bekannten Könige Bayerns auf die Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld mit dem Stammherrn Karl I. (1560-1600) zurück gehen. Karl war der fünfte Sohn des Herzogs und Pfalzgrafen Wolfgang von Zweibrücken (1526–1569) aus dessen Ehe mit Anna (1529–1591), Tochter des Landgrafen Philipp I. von Hessen. Karl ließ eine Burg in Birkenfeld erbauen und galt als gelernt. Seine Hofbibliothek war sehr bedeutend. Als Ahnherr der Wittelsbacher Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld gilt er als der Stammvater des bayrischen Königshauses. Seine Grablege befindet sich in der Schlosskirche Meisenheim. Ihr Einflussgebiet umfasste damals die "hintere Grafschaft Sponheim“, heute gehört diese Region zu großen Teilen zum Landkreis Birkenfeld und zu einem kleinen Teil zum Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Bis 1717 war  Stadt Birkenfeld die Residenz dieser Linie der Wittelsbacher. In den Folgejahren teilte sich diese Linie der  Wittelsbacher in die Linien Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler und Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld. Welche die Residenz schlussendlich, unter Christian III., nach Zweibrücken verlegten. Durch die  Franzöische Revolution und die von ihr ausgehenden Revolutionskriege wurden die linksrheinisch vorherrschenden  absolutistischen kleinststaatlichen Strukturen mit dem Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Sie fielen an Frankreich. Die Gebietsverluste der Wittelsbacher, die sich auf die Seite Napoleons stellten um gegen Habsburg zu opponieren wurden mit Gebietszuwächsen in Tirol und Schwaben ausgeglichen. Für ihre Unterstützung gewährte ihnen Napoleon im Zuge des Friedens von Preßburg 1806 die Königswürde. Zuvor waren  die Wittelsbacher jediglich Kurfürsten von Pfalz-Bayern gewesen. Dieses Königreich bestand bis 1918. Nach dem Aussterben der Linie Pfalz- Sulzbach 1799 in der bayrischen Kurwürde trat mit Maximilian IV. die Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld-Bischweiler das Erbe in Bayern an und stellten die neuen bayrischen Könige. 

Schnell-Kontakt

Sie möchten uns schreiben?

Sie haben Fragen?

Hotline +49 (0) 6752 13 76 10